Der Leibniz-Forschungsverbund "Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung" – kurz Leibniz-Forschungsverbund "Lebensmittel und Ernährung" - bündelt die Kompetenzen von 14 Leibniz-Einrichtungen aus verschiedenen Disziplinen in den Bereichen Lebensmittelproduktion und Ernährung und dient als gemeinsame Plattform für die dezentral und unabhängig forschenden Verbundpartner.

Der verbesserte Zugang zu gesunder Ernährung und deren Sicherung für eine wachsende Menschheit in einer Weise, die unsere natürlichen Ressourcen wie Boden, Luft und Wasser einschließlich der Biosphäre nachhaltig schützt, sind essentielle Aufgaben für die Zukunft. In einer Welt, die nach Prognose der Vereinten Nationen 2050 über 9 Milliarden Menschen zu ernähren hat, ist es eine lebenswichtige Frage, wie Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft gemeinsam zu einer effizienten, ressourcenschonenden und fairen Produktions- und Konsumweise beitragen.

Der 2012 gegründete Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ bündelt die Kompetenzen von 14 Leibniz-Instituten der Agrar-, Lebens-, Natur-, Sozial-, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften. Im Fokus stehen zwei gesellschaftliche Herausforderungen: Einerseits die Produktion von Lebensmittel für eine gesunde Ernährung in einer Weise, dass ökologische, soziale, klimatische und wirtschaftliche Aspekte langfristig in Einklang gebracht werden (Nachhaltigkeit), sowie andererseits die gesundheitliche Wirkung von nachhaltig produzierten Lebensmitteln (Ernährung).

Diesen komplexen Themen widmet sich der Verbund interdisziplinär und transferorientiert: von der Zelle bis zum Weltmarkt, vom Produzenten bis zum Verbraucher.

Folgende Fragestellungen sind für den Forschungsverbund zentral:

  • Wie kann die Weltbevölkerung sicher, nachhaltig und gesund ernährt werden?
  • Was sind umweltrelevante und gesundheitliche Auswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten?
  • Welche Fragen muss die Wissenschaft hinsichtlich einer gesunden Ernährung der Gesellschaft beantworten können?
  • Was sind Wechselwirkungen einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion auf die menschliche Gesundheit?
  • Wie kann Digitalisierung zur Kostenreduktion, zur Verbesserung von Tierwohl,  zu Umweltschutz, und zu Lebensmittelqualität und -sicherheit beitragen?